Mo - Fr: 10 - 19:00 Sa: 9 - 14:00
cut & go
55218 Ingelheim
Bingerstr. 50c (gegenüber Rathaus)
Tel. 06132 / 71 81 24
Email: info@cut-and-go-ingelheim.de
Internet: www.cut-and-go-ingelheim.de
21.02.2010 - INGELHEIM
Von Heike Sobotta
Wenn am 10. April Guido Cantz zum ersten Mal live aus Halle "Verstehen Sie Spaß?" moderiert, dann werden in der Sendung auch Szenen gezeigt, die in einem Ingelheimer Friseursalon entstanden sind.
Guido Cantz war nicht da, aber "unsere Praktikantin Denise wäscht Ihnen schon einmal die Haare", hieß es im Laufe des Freitags für verschiedene Kunden bei "Cut and Go" in der Binger Straße. Quer durch alle Altersstufen und die unterschiedlichsten Haarlängen folgten sie willig der jungen blonden Frau, ließen sich von ihr in die richtige Sitzposition bringen und genossen das Shampoonieren durch sie. Sie schöpften auch keinerlei Argwohn, wenn sie nach dem Haare waschen und damit vor dem Haarschnitt die Anweisung erhielten, die Haare zu trocknen, da sie zu nass seien. Selbst Fönen gehört plötzlich zum Ablauf in der Binger Straße. "Kein Kunde fragte nach", staunte Ladeninhaberin Gerda Huth, und so nahm das Schicksal seinen Lauf.
Ahnungslos schalteten alle Kunden den Fön ein, und schwups - landete eine volle Ladung Puder auf ihrer Kleidung, ihren Haaren, in ihrem Gesicht. "Eigentlich ein alter Klassiker", erzählt Regisseur Gerd Schmitt. Und doch zum Lachen komisch für Zuschauer. Die Mimik des Erschreckens, ihre anschließenden Reaktionen überhaupt hielt eine versteckte Kamera fest. Natürlich bemühte sich "Lockvogel" Denise alias Caroline Kansy rührend um die Kunden, bis sich das "Spaßteam" endlich outete. "Wir hatten keinen einzigen Kunden, der sich geärgert hat", freut sich Gerda Huth. Alle spielten mit und gaben ihr Einverständnis zum Ausstrahlen der Fön-Aktion, in der sie die Hauptrolle spielten.
"Mordssauerei"
Anschließend hieß es sauber machen. "Es war schon eine Mordssauerei", bekennt Gerda Huth, und dann hielt das Team Ausschau nach dem nächsten Opfer. Wie kam das Fernsehteam ausgerechnet auf den Friseur in Ingelheim? "Die haben uns gefunden, und zwar über unsere witzigen Internetseiten", erzählt die Chefin.
Vor einigen Wochen sei dann Michael Bickl nach Ingelheim gekommen, um den Salon in Augenschein zu nehmen. "Er fand den Laden ideal", strahlt Gerda Huth. Und so rückte dann das Aufbauteam am Abend vor dem Drehtag an, um in stundenlanger Arbeit eine Ecke des Ladens völlig neu zu gestalten, die Kamera hinter einem Spezialspiegel zu montieren und im Keller die Technik mit vier Monitoren zu installieren. Niemand erfuhr im Vorfeld von dem geplanten Dreh. "Selbst meinem Team habe ich es erst heute Morgen kurz vor Beginn der Dreharbeiten erzählt", gesteht Gerda Huth. Da auch "Cut and Go" viele Stammkunden hat und Gerda Huth ihre Pappenheimer kennt, gab sie im Vorfeld immer einen Tipp ab, ob der anvisierte Kunde Spaß versteht oder ob sich Praktikantin Denise lieber jemanden anderen aussuchen solle.
Alles klappte. "Ich wäre auch so gerne dran gekommen", bedauert Gerda Huths Enkel Lucas. Er tröstete sich mit dem Keller, wo er hautnah die Technik erleben durfte.
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